Wie ich mit den täglichen Impulsen beten kann

Ich nehme mir täglich Zeit und werde ruhig.

Dies könnte am Anfang des Tages geschehen. Ich suche mir dafür einen Ort und eine Körperhaltung aus, die mich zur Ruhe kommen lassen. Ich versuche meinen Körper/Leib zu entspannen und meinen Atem tiefer und ruhiger kommen und gehen zu lassen. Nun kann ich damit beginnen, die täglichen Impulse zu verkosten.

ruhigwerden

Tagesgebet

Für jede Woche gibt es ein Tagesgebet, das zu den Themen der Woche passt. Ich kann aber gerne auch (m)ein persönliches Gebet beten. Das Gebet soll mich für die Begegnung mit Gott öffnen und innere Kommunikation mit dem Göttlichen ermöglichen. Auch die Gebärden meines Leibes sind Gebet.

gebet

Ich schlage Wurzeln

Kleine Übungen verhelfen mir, in mir selbst anzukommen. Ich erde mich und spüre mich dabei in meinem Leib als Einheit von Körper und Seele.

wurzeln

Ich öffne mich dem frischen Wind

Eine Zeit der Stille ist hier hilfreich. Ich wende mich meiner inneren Gestimmtheit zu und nehme mich dabei wahr und ernst.

wind

Ich erfrische mich an der Quelle

Verse aus dem Alten oder Neuen Testament möchten mich und meine Lebenswirklichkeit berühren. Ich lese diese Worte, nehme sie in mich auf. Ich finde mich vielleicht sogar darin. Ich lasse diese Verse während des Tages nachwirken, wieder auftauchen und beobachte, wie sie mir zuwachsen.

quelle

Ich verkoste die Frucht

In den folgenden Impulsen wird das Wort Gottes in die menschliche Realität übersetzt. Einige Gedanken oder auch Fragen, die mich mir selbst eröffnen, werden gestellt. Diese können „verkostet“, verdaut, in Nahrung umgewandelt oder auch „ausgeschieden“ werden. Die persönliche innere Auseinandersetzung ist gefragt.

frucht

Ich fahre die Ernte ein

Dies könnte am Ende des Tages geschehen. Ich blicke auf diesen Tag zurück. Ich sinne dem Sinn der biblischen Verse und der Tagesimpulse nach. Ich stelle vielleicht fest, dass sich in mir etwas bewegt (eine Frage ist aufgetaucht, eine Antwort ist gewachsen…). Ich möchte Gott in meine Erfahrung mit einbeziehen und eröffne das Gespräch/Gebet mit Gott.

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Stille Zeiten und Atempausen im Tagesrhythmus

Es ist gewinnbringend, wenn ich während dieser Zeit der Internetexerzitien die äußeren Aktionen verringere und die Aufmerksamkeit mehr nach innen richte. Die Zeit der Stille (keine Medien, keine Berieselung) ist der Ort der Begegnung mit mir selbst und auch mit Gott. Sie ist auch die Zeit innerer Bilder und Gefühle, die mich konfrontieren mit mir selbst. Ich kann das aushalten mit der Zuversicht, dass sich mein Leben vertieft und verdichtet, wenn ich mich dieser inneren Dimension und der göttlichen Wirklichkeit aussetze. Gott selbst äußert sich in dieser Stille. Die Worte der Bibel sind Worte Gottes an mich. Darin wird mir Begegnung geschenkt, die reiches Leben eröffnet. Ich kann dabei die Quelle des Heils (in mir selbst) entdecken.

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