Internetexerzitien – mitten in meinem Alltag

Ich übe mich: Der Begriff „Exerzitien“

Das Wort Exerzitien, exerzieren bedeutet ursprünglich „einüben“ und wurde von Ignatius von Loyola (1491-1556) geprägt. Exerzitien im Alltag sind kleinere, tägliche Gebets- Einheiten daheim oder unterwegs. Bei den vorliegenden Internetexerzitien kann ich unverbindlich „reinschnuppern“ und, wenn es mir Freude bereitet, die angebotenen Impulse mit in den Tag, mit in mein Leben nehmen.

Kann ich mich denn in den Glauben einüben?

Glaube ist sicherlich auch ein Geschenk oder eine Lebenserfahrung. Aber so wie ich jede Beziehung, die mir etwas bedeutet, pflege, so kann ich meine Beziehung zu Gott und zu mir selbst pflegen – ich kann mich in den Dialog, ins Gespräch einüben. Ich kann versuchen, regelmäßige Räume des Dialogs und der inneren Auseinandersetzung mit dem Gegenüber, zu eröffnen. In diesem Sinne können spirituelle Übungen, die mir einen Rhythmus bieten, die mich in die Stille und Entspannung führen, die mir Impulse und Worte fürs gute Leben schenken, sinnvolle Wegbegleiter sein.

 

Wie geht das nun mit spirituellen Übungen im Internet?
Wenn ich einen fixen PC haben, dann kann ich die Impulse ausdrucken und mir in meinem Umfeld einen Gebets- oder Ruheplatz einrichten, an den ich mich für die Impulse und die Zeit der Stille zurückziehen kann.

Wenn ich mit meinem iPad, Smartphone oder mit meinem Tablet-PC unterwegs bin, ist es etwas schwieriger, zur Ruhe zu kommen. Es wäre hier unterstützend, mich vorübergehend auszuklicken, mir einen ruhigen Ort zu suchen, an dem ich ungestört lesen, spüren, schweigen und beten kann. Eine Einführung hilft mir dabei.

Wie ich mit den täglichen Impulsen beten kann

Im Internet bin ich mit vielen Menschen virtuell verbunden

Obwohl ich scheinbar allein am PC sitze, bin ich doch eine Person unter vielen. Hier bin ich mit Menschen eventuell weltweit verlinkt, die mir als virtuelle Gruppe wohl nie begegnen wird. Dennoch sind wir als menschliche Gemeinschaft unterwegs, die mit denselben Impulsen (deutsch, englisch und ökumenisch) meditiert und betet, die sich im Geist Gottes verbindet und trägt.

Zeiten der Stille als Kraftquelle

Der Gewinn dieser Übungen ist es, mich aus dem Hamsterrad der vielen Anforderungen und schrillen Misstöne hinaus in die Stille, in die Ruhe, in die Geborgenheit zu bewegen. Dort erst wird spürbar, was das eigentliche Leben ist. Ich will den Sprung in die Stille wagen, der meinen Blick auf verborgene Schätze erweitert.

Ich kann mich bei Fragen und/oder Rückmeldungen an Angelika Gassner wenden: referat.exerzitien@seelsorge.kirchen.net